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Wie das kollektive Unbewusste funktioniert

Submitted by admin on May 25, 2010 – 10:26 amNo Comment

Es gab mal eine Gruppe von Makaken auf einer Insel namens Koshima, die von Wissenschaftlern beobachtet wurden. Irgendwann hat einer der Affen entschlossen sein Essen zu waschen, bevor er es ist. Diese Gewohnheit hat sich nach und nach verbreitet und als der 100. Affe entschied sein Essen zu waschen, haben sich schnell andere Kolonien der Makaken auf umliegenden Inseln dieses Verhalten angeeignet. Manche von ihnen waren 500km weit entfernt. Dies nennt man den Effekt des 100. Affen und illustriert wie eine Gewohnheit sich über das kollektive Unbewusste verbreitet, wenn eine bestimmte Anzahl von Leuten anfängt etwas zu tun.

kollektive-unterbewusstsein

Könnte es wirklich sein, dass wir durch eine unsichtbare, vereinende Kraft alle mit einander verbunden sind? Die Antwort scheint „ja“ zu sein. Carl Jung hatte die Idee, dass es bestimmte Erfahrungen gibt, die oft verebt sind und uns alle verbinden. Er nannte dies das kollektive Unbewusst und es wurde zu einer Art mystisches Band weiterentwickelt was die ganze Menschheit verbindet.

Das kollektive Unbewusste funktioniert nach dem Wendepunktprinzip. Wenn genug Leute sich auf eine bestimmte Art und Weise verhalten, kommt es zu einem Punkt wo sich dieses Verhalten zu normalem Verhalten verwandelt. Abfalltrennung, Twitter, Mode – all diese Phänomene haben einen Wendepunkt erreicht, die einen Lawine zufolge hatte. Man spricht oft davon, dass sich etwas wie ein Virus verbreitet, aber es gehört mehr dazu als etwas zu beobachten und es zu imitieren.

Psychologische Experimente zeigen, dass es leichter für Menschen ist etwas zu lernen, wenn es jemand anderes zuvor schon gelernt hat – selbst wenn sie sich nicht kennen. Es ist viel viel einfacher für Menschen etwas zu tun, wenn sie wissen, es wurde schonmal getan, auch wenn sie es noch nicht gesehen haben. Es hat Tausende von Jahren gedauert bis jemand eine Meile in 4 Minuten gelaufen ist. Danach wurde es von vielen fast taeglich geschafft.

Die Dampfmaschine wurde zur gleichen Zeit von 4 verschiedenen Leuten erfunden, an 4 verschiedenen Orten der Welt. Keiner von denen kannte die anderen drei. Dieses Schema wiederholt sich mit fast allen grossen Erfindungen der letzten 400 Jahre. Ein grosser Schritt in der Evolution geschieht einfach nicht in Isolation.

Um die 90% von uns hat es schonmal geschafft, dass sich jemand umgedreht hat nur um seinen Hinterkopf zu sehen oder es ist uns selbst schonmal passiert. Es ist so gängig und durch wissenschaftliche Studien bewiesen, dass wir es für selbstverständlich halten. Aber die wirklich bedeutenden Schlussfolgerungen werden oft ignoriert. Was uns diese gewöhnliche Erfahrung sagt ist, dass es eine telepathische Verbindung zwischen Menschen gibt, sogar wenn sie sich noch nie zuvor begegnet sind. Es ist nichts anderes – denk dran, dass dies so oft erforscht wurde, dass alle anderen Variablen eliminiert wurden. Wenn du jemandem mittels deiner Gedankenkraft vermitteln kannst, dass du sie anschaust, was kannst du ihnen dann noch sagen? Was können sie dir sagen? Können wir unser Wissen und unser Verständnis über die Welt so teilen? Stell dir mal vor du könntest alle Fähigkeiten und Erfahrungen von 6 Milliarden anderen Leute aufnehmen!

Was würdest du verändern? Könntest du der 100. Affe sein? Ein Appartment in Lissabon zu mieten ist keine weltbewegende Veränderung, ein paar Klicks helfen schon.

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